Mangel-Risikogruppen
Malabsorption (Morbus Crohn, Zöliakie, Pankreasinsuffizienz), chronische Lebererkrankungen, streng fettarme Ernährung und chronischer Alkoholkonsum erhöhen das Risiko.
Vitamine und Mikronährstoffe
Fettlösliches Vitamin für Immunsystem, Sehen, Haut und Zellteilung. Mangel ist in Deutschland selten, Überdosierung jedoch möglich.
Vitamin A braucht dein Körper für Abwehr, Sehkraft und Haut. Weil es fettlöslich ist und gespeichert wird, ist sowohl Mangel als auch Überschuss relevant.
Kontext
Malabsorption (Morbus Crohn, Zöliakie, Pankreasinsuffizienz), chronische Lebererkrankungen, streng fettarme Ernährung und chronischer Alkoholkonsum erhöhen das Risiko.
Chronische Zufuhr >3 mg Retinol/Tag kann hepatotoxisch wirken. In der Schwangerschaft ist Retinol >3000 µg/Tag teratogen. Beta-Carotin hat dieses Risiko nicht.
Serumretinol sinkt erst bei stark erschöpften Leberspeichern. Ein normaler Wert schließt subklinischen Mangel bei Risikogruppen nicht sicher aus. CRP und Zink mitbetrachten.
Alltag, Ernährung und Gesprächspunkte
Vitamin-A-Mangel ist in Industrieländern bei normaler Ernährung selten. Retinol im Serum ist ein spätes Zeichen, weil die Leberspeicher groß sind. Hypervitaminose A bei Supplementierung ist ein reales Risiko.
Evidenzstufe: Studienlage
Quellenstand: kuratierte Studienbasis, wächst laufend
Medizinischer Fachreview offen
Vitamin A ist selten ein Einzelproblem. In Deutschland ist Überdosierung durch Supplemente häufiger als Mangel. Bei normaler Mischkost besteht kein Handlungsbedarf.