Was testen bei ...

Was testen bei Libido-Problemen?

Eine vorsichtige Checkliste für Männer und Frauen, die Libido-Probleme nicht nur als Testosteron-Frage versteht.

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Libido ist biologisch, psychisch, partnerschaftlich und sozial.

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Ein einzelner Hormonwert erklärt Libido-Probleme selten allein.

03

Bei Männern gehört Testosteron nur mit Symptomen, Uhrzeit, Wiederholungsmessung, SHBG und ggf. freiem Testosteron in die Einordnung.

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LH und FSH helfen zu unterscheiden, ob eher Hoden- oder Steuerungsachse diskutiert wird.

05

Prolaktin kann Libido, Erektion und Fruchtbarkeit beeinflussen und ist auch medikamentenabhängig.

06

Östradiol ist bei Männern nicht einfach 'schlecht'; zu niedrige oder zu hohe Werte können je nach Kontext relevant sein.

07

Bei Frauen können Östradiol, Progesteron, Testosteron/SHBG, DHEA-S, Prolaktin, Schilddrüse, Eisen und Medikamente eine Rolle spielen.

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Hormonpräparate, Verhütung, Antidepressiva, Finasterid, Blutdruckmittel und Schilddrüsenmedikamente gehören offen ins Gespräch.

09

Feste Optimalwerte ohne Labor, Methode, Zyklus, Uhrzeit und Symptome wären unseriös.

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Ziel ist eine gute Abklärung, nicht Selbstbehandlung mit Hormonen oder Supplements.

Beim Arzt ansprechen

Basis für alle

Libido-Probleme sollten nicht nur über Sexualhormone eingeordnet werden.

Gute Sätze für dein Gespräch

  • Seit wann bestehen Libido-Probleme und was hat sich zeitlich verändert?
  • Gibt es Erektionsprobleme, Schmerzen, Trockenheit, Zyklusveränderungen, Stimmungstief oder Schlafprobleme?
  • Welche Medikamente, Hormonpräparate, Verhütung oder Supplements nehme ich?
  • Wurden Testosteronwerte morgens gemessen und bei Auffälligkeit bestätigt?

In range heißt nicht fertig

Bei Sexualhormonen ist 'in range' besonders erklärungsbedürftig: Uhrzeit, Zyklus, SHBG, Medikamente, Symptome, Laborverfahren und Verlauf können die Aussage stark verändern.

Grundkurs öffnen

Bitte nicht abwarten bei

  • plötzliche Erektionsstörung mit Herz-Kreislauf-Risiken
  • Brustsekret, starke Kopfschmerzen oder Sehstörungen
  • schnelle Vermännlichungszeichen bei Frauen
  • starke depressive Krise oder Beziehungsgewalt

Quellenbasis

Diese Checkliste nutzt offizielle Gesundheitsinformationen und Leitlinien. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und enthält keine Therapie- oder Supplement-Dosierung.